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Donnerstag, 3. Juni 2010

Puerto Maldonando - Lima

Nach dem Frühstück ging es wieder den gleichen Weg zurück zum Flughafen. Am Check-In-Schalter verbrachte ich eine halbe Stunde bis ich meine Bordkarte hatte - dies hing wohl noch mit meiner Umbuchung zusammen.

Airport Puerto Maldonado
Der Flughafen in Puerto Maldonado - mehr habe ich von der Stadt nicht gesehen

Der Flieger ging erst gegen Mittag und nach einer Zwischenlandung in Cusco kam ich am frühen Nachmittag in Lima an. Mein Abholservice vom Hotel brachte mich dann zum Stadt
teil Miraflores. Es war natürlich ein extremer Gegensatz: vom Dschungel direkt in die Hauptstadt. Ich machte dann noch einen kleinen Spaziergang - etwas Pazifikluft schnuppern - und am Abend einen Gang durchs Viertel.

Mittwoch, 2. Juni 2010

Im Dschungel

Für die nächsten zwei Tage im Dschungel waren verschiedene Aktivitäten organisiert. Unterwegs war ich am ersten Tag mit dem Guide Daniel, einem Mannheimer Pärchen und zwei Hongkong-Chinesinnen. Da es überschraschenderweise recht kalt geworden war - statt der erwarteten 32°C war es 10° kühler - starteten wir morgens erst um 6:00 Uhr zum naheliegenden See Tres Chimbadas Oxbow Lake, in dem ein paar Familien der Riesenotter leben: vom Katamaran aus sahen wir in der Ferne einige Köpfe über den See ziehen.

Mit dem Katamaran auf dem Tres Chimbadas Oxbow Lake
Mit dem Katamaran auf dem Tres Chimbadas Oxbow Lake

Danach legten wir am Ufer an und warfen die Angeln mit Fleischködern aus. Das Ganze war aber mehr eine Piranha-Fütterung als ein Angeln. Dann hatte ich aber doch noch Glück und zog in unserer Gruppe den einzigen Piranha an Bord. Der Guide William demonstrierte dann mit einem Blatt den Piranha-Biss.

Piranha
Piranha mit Biss-Probe

Am Nachmittag ging es zum benachbarten Gesundheitszentrum
Centro Ñape in dem der Schamane tätig ist und die Leute der Region behandelt. Auf einem Rundgang im Garten wurden uns verschiedene Pflanzen gezeigt und deren medizinische Wirkung erklärt. Darunter war auch eine Pflanze, die die Acetylsalicylsäure enthält. Zum Abschluss durften wir noch einige der Tinkturen aus dem Labor probieren - es war vergleichbar mit einer Kräuterlikör-Verkostung.

Bei den Fahrten auf dem Fluss entdeckten die Guides Tiere, die einem sonst nicht auffallen würden, schon gar nicht auf der Entfernung.

Kaiman

Wasserschweine
Familie Wasserschwein - oder auch Capybara

Am zweiten Tag ging es morgens zur naheliegenden Salzlecke. Allerdings meinte der Guide, dass in diesen Monaten hier nichts zu sehen ist - die Saison ist im Juli und August. Jedoch waren einige der kleinen grünen Papageien in der Entfernung zu sehen. Für vernünftige Fotos war es aber zu dunkel. Die Guides kannten sich mit den Arten sehr gut aus und zeigten und erklärten uns alles, war sie entdecken konnten.

Hoatzin

Am Vormittag stand dann noch eine weitere Wanderung zum dicksten Baum der Gegend an und am Nachmittag ein Rundgang durch eine kleine Plantage: mit Bananenstauden, Papaya-, Avocado-, Zitrus-, Kakao- und Karambola-Bäumen.

Mit dem Langboot auf dem Rio Tambopota
Mit dem Langboot auf dem Rio Tambopata

Montag, 31. Mai 2010

Cusco - Puerto Maldonando

Am Vormittag ging der 40-minütige Flug auf die andere Seite der Anden nach Puerto Maldonado. Am Flughafen wurden alle Neuankömmlinge von Ihren Guides in Empfang genommen. Mit dem Bus ging es zunächst in das naheliegende Hauptquartier. Nachdem das Gepäck verstaut und jeder mit einem kleinen Imbiss versorgt worden war, ging die 45-minütige Busfahrt zum Hafen. Mit dem Langboot ging es dann weiter auf dem Rio Tambopata zur Posada Amazonas. Unterwegs wurde noch das Mittag verteilt: ein in einem Blatt verpackten Reisgericht. Die Verpackung konnte dann ganz ökologisch im Fluss entsorgt werden, die Plastikgabeln wurden wieder eingesammelt.

Zimmer mit Ausblick in der Posada Amazonas
Zimmer mit Ausblick in der Posada Amazonas

Nachdem die Chefin eine kleine Einweisung gegeben hatte und jeder sein Zimmer bezogen hatte, ging es zu einer ersten kleinen Wanderung durch den Dschungel zum naheliegenden Aussichtsturm. Auf einer Höhe von 37m hatte man einen guten Ausblick in den weiten grünen Teppich des umgebenen Dschungels.

Dschungel vom Aussichtsturm
Die Weite des Dschungels