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Mittwoch, 19. Mai 2010

Arequipa-Puno

Aus der grauen, sandigen und steinigen Gegend um Arequipa ging es heute in das etwas grünere Altiplano, einer Hochebene südwestlich des Tititcaca-Sees.

Altiplano - Laguna Lagunillas
Fahrt entlang der Lagune Lagunillas

Die 6-stündiger Fahrt ging diesmal im Luxusbus: Einchecken, Sicherheitseinweisung und Snack mit Getränken wie im Flieger. Vor der Abfahrt wurden noch alle Passagiere auf ihren Plätzen gefilmt. Am Nachmittag erreichten wir Puno, eine kleine Hafenstadt am Titicaca-See. Nach einem kleinen Rundgang durch die beiden Hauptstraßen der Innenstadt und von Plaza zu Plaza hatte ich im benachbarten Keros noch eine Forelle und der Tag neigte sich dem Ende.

Dienstag, 18. Mai 2010

Cabanaconde-Arequipa

Nach einem kärglichen Frühstück im Hotel La Posada del Conde nahm ich den 9:00-Uhr-Bus zurück nach Arequipa. Die Fahrt bis nach Chivay zieht sich durch die vielen Halts entlang des Canyons in die Länge. Der Bus ist bis zum letzten Stehplatz gefüllt, ein Gedrängel mit dem Gepäck und dann wird auf der Fahrt auch noch Wackelpudding in den Ampelfarben verkauft.
In Arequipa angekommen habe ich mir noch das Haus Casa de Moral angeschaut. Mit der fehlenden Beziehung zur Geschichte der Stadt war dieser Museumsbesuch für mich jedoch nicht recht lohnenswert. Nach einem deftigen Abendessen und einem Kaffee mit einem Stück Torte schloss ich den Tag mit einem abendlichen Spaziergang in der besseren Einkaufsmeile ab.

La Casa de Melgar
Garten im La Casa de Melgar

Das Hotel La Casa de Melgar in Arequipa hat ein ganz besonderes Flair: die Zimmer sind über mehrere Häuser verteilt, welche über Innenhöfe miteinander verbunden sind. In der Mitte befindet sich ein kleiner Garten in dem sich auch der Frühstücksbereich befindet.

Sonntag, 16. Mai 2010

Arequipa-Cabanaconde

Der Tag begann schon früh - um 6:00 Uhr fuhr der Linienbus nach Cabanaconde ab. Unterwegs stiegen noch ein paar Extrapassagiere zu und füllten den Gang mit auf. An den beiden Mautstellen mussten sie sich jedoch für ein paar Minuten ganz klein machen. Auch der erhöht stehende Polizist mit einem guten Überblick spielte mit und schaute ganz gepflegt in eine andere Richtung.

Über einen 4900m hohen Pass ging es erst nach Chivay und dann gleich weiter entlang des Canyons. Ohne körperliche Anstrengung, im Bus sitzend, habe ich die Höhe des Passes nicht wahrgenommen. Am Canyon auf einer Höhe von 3300m stellten sich am Abend dann leichte Kopfschmerzen bei mir ein.

Cabanaconde
Cabanaconde vom westlichen Aussichtspunkt gesehen

Nachdem wir gegen 12:00 Uhr Cabanaconde erreichten und ich mein Zimmer in der La Posada del Conde bezogen hatten, erkundete ich am Nachmittag noch etwas die Gegend um das große Dorf herum. Die grauen Häuser und Höfe der Bauern sind aus Feldsteinen erbaut - ab und zu ragen einige farbige Ziegelbauten heraus. Die touristische Infrastruktur ist hier noch auf Individualtouristen ausgerichtet. Ein größeres Gästehaus mit einem schönen Ausblick ist aber kurz vor seiner Fertigstellung. Die freundlichen Dorfbewohner arbeiten hier zum Großteil auf den umliegenden Feldern und Terrassen. Momentan wird mit Pferd und Esel der Mais vom Feld geholt.

Cabanaconde - Plaza de Armas
Auch in Cabanaconde gibt es eine Plaza de Armas - mit einem Kondor auf der Spitze des Brunnens

Samstag, 15. Mai 2010

Arequipa - Stadtrundgang

Gegen 8:00 Uhr war meine lange Anreise beendet und ich frühstückte in meiner Unterkunft La Casa de Melgar. Gestärkt und erfrischt machte ich mich am Vormittag zu einem ersten Stadtrundgang auf. In meinem Reiseführer, Stefan Loose, sind für Arequipa acht Kirchen und Klöster, sieben Museen und vier Häuser unter den Sehenswürdigkeiten angeführt. Von diesen allen habe ich mir aber nur das Kloster Santa Catalina angesehen. Aufgrund der Größe der Anlage und den kleinen Gassen zwischen den Unterkünften kann man es schon als Klosterviertel bezeichnen. Neben den Höfen mit seinen Kreuzgängen befinden sich auf dem Komplex auch die nützlichen und notwendigen Einrichtungen: Bäckerei, Wäscherei und Baderaum.

Arequipa - Kloster Santa Catalina
Eingang zum Kloster Santa Catalina

Da ich ja die letzte Nacht nicht geschlafen hatte, legte ich einen einstündigen Mittagsschlaf ein und setzte dann meinen Stadtrundgang fort - bei 22°C war es noch recht angenehm. Die Stadt ist recht übersichtlich in Blocks eingeteilt. Dies macht zum einen die Orientierung zwar einfacher, ist zum anderen aber schon langweilig. Aus den zweistöckigen Häuserzeilen ragen ab und zu nur die Kirchtürme heraus. Interessanter ist es, wenn man mal einen Blick auf die Hinterhöfe werfen kann.

Arequipa - Plaza de Armas
Plaza de Armas bei Dämmerung

Der zentrale Platz trägt in jedem Ort den Namen Plaza de Armas. Diesen Platz gibt es in jeder Stadt und jedem Dorf. Nach dem Abendessen habe ich hier zur Dämmerung noch ein paar Fotos geschossen. Ich bin dann früh ins Bett gegangen, da es morgen für drei Tage zum Colca-Canyon geht.