Posts mit dem Label Colca-Canyon werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Colca-Canyon werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 18. Mai 2010

Cabanaconde-Arequipa

Nach einem kärglichen Frühstück im Hotel La Posada del Conde nahm ich den 9:00-Uhr-Bus zurück nach Arequipa. Die Fahrt bis nach Chivay zieht sich durch die vielen Halts entlang des Canyons in die Länge. Der Bus ist bis zum letzten Stehplatz gefüllt, ein Gedrängel mit dem Gepäck und dann wird auf der Fahrt auch noch Wackelpudding in den Ampelfarben verkauft.
In Arequipa angekommen habe ich mir noch das Haus Casa de Moral angeschaut. Mit der fehlenden Beziehung zur Geschichte der Stadt war dieser Museumsbesuch für mich jedoch nicht recht lohnenswert. Nach einem deftigen Abendessen und einem Kaffee mit einem Stück Torte schloss ich den Tag mit einem abendlichen Spaziergang in der besseren Einkaufsmeile ab.

La Casa de Melgar
Garten im La Casa de Melgar

Das Hotel La Casa de Melgar in Arequipa hat ein ganz besonderes Flair: die Zimmer sind über mehrere Häuser verteilt, welche über Innenhöfe miteinander verbunden sind. In der Mitte befindet sich ein kleiner Garten in dem sich auch der Frühstücksbereich befindet.

Montag, 17. Mai 2010

Cruz del Condor

Der heutige Tag stand im Zeichen des Kondors. Das bedeutete wieder früh aufstehen - der erste Bus startet schon um 6:30 Uhr. An der Plaza de Armas in Cabanaconde warteten schon die Souvenirverkäuferinnen auf den Bus und es fanden sich mehr und mehr Touristen ein. Als es dann auf sieben Uhr zuging und noch kein Bus eingetroffen war, wurden die Souvenirverkäuferinnen unruhig und organisierten einen alternativen Transport: den Gemeinde-LKW. Auf der Ladefläche ging es dann die 10km rauf zum Mirador Cruz del Condor. Bei der Fahrt hieß es standhaft bleiben. Beim Anfahren und Bremsen sowie in den Kurven ging es auf der Ladefläche hin und her. Der Fahrpreis bestand übrigens aus dem regulären Sol und für Touristen ein Sol extra - des einzigartigen Cabrio-Feelings wegen.

Transport zum Cruz del Condor
Mit dem LKW zum Cruz del Condor

Trotz der ungewöhnlichen Verspätung waren wir noch rechtzeitig am Aussichtspunkt. Jeder suchte sich einen guten Standort und als dann auch die Touristen aus Chivay eintrafen, begannen die Kondore mit ihrem täglichen Aufflug. Gegen neun Uhr war dann die "Show" vorbei und ich startete zu einer Wanderung entlang des Canyons. Zwischen dem Mirador Cruz del Cura und Mirador Cruz del Condor ist ein Wanderweg angelegt und man hat einen guten Blick in den Canyon, der nach meiner Karte an dieser Stelle 800m tief ist. Entlang der staubigen Piste zurück nach Cabanaconde bin ich dann noch bis zum Mirador Tapay gelaufen und ab hier dann mit dem Bus zurück ins Dorf.

Kondor
Kondor

Auf dieser kleinen Wanderung machte sich die Höhe und dünne Luft auf 3800m durchaus bemerkbar. Wenn es mal eine kleine Steigung von 40m hinauf ging, schnellte mein Puls schon auf 200 rauf. Nach einer dreiminütigen Pause stellte sich wieder der Ruhepuls von 80 bis 90 ein. Unter diesen Umständen kann ich mir die Wanderung in den Canyon zur Oase Sangalle bzw. die 1000m wieder herauf als Nicht-Bergziege gar nicht so recht vorstellen.

Ich am Canyon
Der Kaktus und ich am Canyon

Den Rest des Tages ließ ich ausklingen und hatte dann im benachbarten Hotel Pachamama zum Abend Geschnetzeltes vom Alpaka mit Gemüse in Rotweinsoße mit Reis und Papas Fritas. Dies war ganz lecker, obwohl mir das Fleisch vom Alpaka etwas mufflig schmeckt - am Vorabend hatte ich nämlich schon ein Steak vom Alpaka.

Sonntag, 16. Mai 2010

Arequipa-Cabanaconde

Der Tag begann schon früh - um 6:00 Uhr fuhr der Linienbus nach Cabanaconde ab. Unterwegs stiegen noch ein paar Extrapassagiere zu und füllten den Gang mit auf. An den beiden Mautstellen mussten sie sich jedoch für ein paar Minuten ganz klein machen. Auch der erhöht stehende Polizist mit einem guten Überblick spielte mit und schaute ganz gepflegt in eine andere Richtung.

Über einen 4900m hohen Pass ging es erst nach Chivay und dann gleich weiter entlang des Canyons. Ohne körperliche Anstrengung, im Bus sitzend, habe ich die Höhe des Passes nicht wahrgenommen. Am Canyon auf einer Höhe von 3300m stellten sich am Abend dann leichte Kopfschmerzen bei mir ein.

Cabanaconde
Cabanaconde vom westlichen Aussichtspunkt gesehen

Nachdem wir gegen 12:00 Uhr Cabanaconde erreichten und ich mein Zimmer in der La Posada del Conde bezogen hatten, erkundete ich am Nachmittag noch etwas die Gegend um das große Dorf herum. Die grauen Häuser und Höfe der Bauern sind aus Feldsteinen erbaut - ab und zu ragen einige farbige Ziegelbauten heraus. Die touristische Infrastruktur ist hier noch auf Individualtouristen ausgerichtet. Ein größeres Gästehaus mit einem schönen Ausblick ist aber kurz vor seiner Fertigstellung. Die freundlichen Dorfbewohner arbeiten hier zum Großteil auf den umliegenden Feldern und Terrassen. Momentan wird mit Pferd und Esel der Mais vom Feld geholt.

Cabanaconde - Plaza de Armas
Auch in Cabanaconde gibt es eine Plaza de Armas - mit einem Kondor auf der Spitze des Brunnens